Adrian „Mad“ Grimm
Adrian „Mad“ Grimm ist die Lead-Stimme hinter dem Projekt *Mad in Germany*. Als Sänger, Erzähler und Texter bewegt er sich mühelos zwischen rhythmischem Sprechgesang, cineastischem Storytelling und kraftvollen Rockrefrains.
Adrian entwickelte seinen Stil aus dem Spannungsfeld zwischen gesprochenem Wort und melodischem Gesang. Die rhythmischen Passagen geben ihm die Möglichkeit, Gedanken präzise zu formulieren und Geschichten mit der Direktheit eines Erzählers zu vermitteln. Die großen, offenen Refrains bilden dazu den emotionalen Gegenpol: Momente, in denen aus Beobachtung persönliche Betroffenheit wird. Für Adrian ist Musik nicht nur ein Transportmittel für Worte – sie ist der Moment, in dem aus einer Analyse ein Gefühl entsteht.
Der Spitzname „Mad“ steht nicht für Wahnsinn, sondern für seine Bereitschaft, den alltäglichen Irrsinn kompromisslos zu benennen. Adrian erhebt nicht den Anspruch, Antworten zu liefern – er erzählt Geschichten, stellt unbequeme Fragen und überlässt die Schlussfolgerungen seinem Publikum.
Adrian beschäftigt sich intensiv mit Literatur, Philosophie und der Geschichte gesellschaftlicher Umbrüche. Besonders Werke von Shakespeare, Edgar Allan Poe, Tucholsky und Kästner faszinieren ihn bis heute – nicht wegen ihrer Sprache allein, sondern wegen ihrer Fähigkeit, menschliche Schwächen, Machtstrukturen und Widersprüche zeitlos sichtbar zu machen. Eine ähnliche Verbindung von Sprache, Bühnenwirkung und musikalischem Ausdruck findet er in der Musik von Falco, dessen Umgang mit gesprochenem Wort, Rhythmus und musikalischer Inszenierung ihn früh beeindruckte. Adrian interessiert dabei weniger das Genre als die Freiheit, Sprache selbst zum musikalischen Ausdrucksmittel zu machen. Diese Einflüsse prägen seine eigene Vorstellung von Satire: nicht als bloßen Spott, sondern als Möglichkeit, einen Gedanken so lange zu drehen, bis hinter dem Lachen etwas Unbequemes sichtbar wird.
„Norman Gale“ Bennett
Norman Gale Bennett (62) ist ein schottischer Sänger und Bühnendarsteller, dessen markante Stimme aus Jahrzehnten musikalischer und theatralischer Arbeit hervorgegangen ist. Aufgewachsen an der rauen Westküste Schottlands, begann er bereits als junger Mann mit Straßenmusik und kleinen Auftritten in Pubs und freien Bühnen. Zwischen traditionellen Balladen, improvisierten Darbietungen und kleinen Theaterproduktionen entwickelte er früh ein Gespür dafür, Geschichten allein durch Stimme, Ausdruck und Präsenz lebendig werden zu lassen.
Seine frühen Jahre verbrachte Norman bewusst fernab großer Bühnen. Er spielte dort, wo Menschen unmittelbar vor ihm standen – auf kleinen Plätzen, in Pubs, Hinterhöfen und lokalen Theaterräumen. Diese Nähe zum Publikum prägte seinen Stil nachhaltig. Für Norman braucht eine Geschichte weder große Inszenierung noch technische Perfektion; manchmal genügen eine Stimme, ein Text und ein Raum, in dem jemand zuhört.
Seit über zwei Jahrzehnten ist Norman regelmäßig in Deutschland und anderen Teilen Europas unterwegs. Zwischen kleineren Bühnen, musikalischen Projekten und längeren Aufenthalten in Deutschland hat er sich nie dauerhaft an einen einzigen Ort gebunden. Für Aufnahmen und Sessions reist er ebenso ins Studio wie er für einzelne Auftritte oder Produktionen weiterzieht.
Norman ist kein klassischer Entertainer im Vordergrund. Seine Stärke liegt in der Zurückhaltung. Er überlässt den Worten den Raum und verleiht ihnen durch seine ausdrucksstarke Interpretation eine beinahe theatralische Wirkung. Seine Darbietungen bewegen sich zwischen melancholischer Folk-Erzählung, atmosphärischem Rock und der archaischen Kraft alter Seemannslieder. Seine Stimme trägt noch immer die Spuren seiner Herkunft: ein tiefer, rauer Bariton mit erdiger Resonanz und einer natürlichen Schwere, die sich mühelos zwischen Gesang und gesprochenem Erzählen bewegt.
Innerhalb des Projekts *Drunken Sailors* erhielt er von der Crew den Beinamen „Whitebeard“. Der Name ist weniger ein Künstlername als ein Ehrentitel: ein Spitzname, der mit der Zeit entstanden ist und von denen verwendet wird, die seine Geschichten und seine Stimme kennen.
Auch außerhalb der maritimen Klangwelt von *Drunken Sailors* bleibt Norman Gale seiner Rolle als Geschichtenerzähler treu. Als Gaststimme bei anderen Projekten bringt er nicht eine bestimmte Figur mit, sondern eine besondere Atmosphäre: die Stimme eines Menschen, der viel gesehen hat, wenig erklären muss und dessen Worte auch zwischen den Zeilen weiterleben.
Norman Gale erzählt keine Geschichten über die Vergangenheit – er klingt, als hätte er sie selbst erlebt.
Privat verbindet Norman seine Liebe zur Küste mit einer langjährigen Leidenschaft für das Angeln. Ebenso prägend ist seine Begeisterung für klassisches Theater, insbesondere für die Kraft gesprochener Sprache und traditioneller Bühnenkunst – ein Einfluss, der auch in seiner außergewöhnlichen Art zu singen und Geschichten zu erzählen spürbar bleibt.
Nora Valentina „Nova“ Brandner
Nova Brandner (Nora Valentina Brandner, 44) ist eine Gastsängerin des IronCoast-Universums. Ihre markante Altstimme verbindet raue Rock-Energie mit der Wärme von Folk, Reggae und Alternative. Statt technischer Perfektion stehen Charakter, Ausdruck und Authentizität im Mittelpunkt ihrer Interpretationen.
Nora Valentina „Nova“ Brandner (44) ist eine unabhängige Sängerin und Gastmusikerin, die verschiedene musikalische Projekte begleitet. Sie arbeitet bevorzugt dort, wo unterschiedliche musikalische Einflüsse aufeinandertreffen und ihre Stimme einen eigenständigen Charakter in die Musik einbringen kann. Statt sich dauerhaft an eine einzelne Band oder ein festes Genre zu binden, bewegt sie sich zwischen Folk, Rock, Reggae und experimentelleren Klangwelten.
Ihre musikalische Laufbahn begann nicht mit dem Ziel, eine klassische Frontfrau zu werden. Nova entwickelte ihren eigenen Zugang zur Musik vor allem über das gemeinsame Musizieren und die unmittelbare Wirkung einer Stimme innerhalb eines Songs. Mit der Zeit wurde daraus eine Arbeitsweise, bei der sie sich nicht in den Mittelpunkt stellen muss, sondern versucht herauszufinden, was ein Stück musikalisch von ihr braucht. Gerade diese Fähigkeit machte sie zu einer gefragten Gaststimme für unterschiedliche Projekte.
Bei Drunken Sailors übernimmt Nova vor allem dort eine Rolle, wo eine zweite Stimme mehr sein soll als reine Unterstützung. Ihre Auftritte bewegen sich zwischen rauer Gegenstimme, mehrstimmigen Passagen und eigenständigen Charakteren innerhalb der jeweiligen Geschichte. Auch bei Mad in Germany taucht sie projektbezogen auf und ergänzt die Songs um eine andere Perspektive, ohne deren musikalische Grundidee zu überlagern.
Nova besitzt eine ausgeprägte Leidenschaft für historische Tonaufnahmen. Sie sammelt alte Grammophon- und Schellackplatten und beschäftigt sich dabei nicht nur mit bekannten Aufnahmen, sondern auch mit längst vergessenen Interpreten, kleinen Labels und musikalischen Stücken, die außerhalb ihrer ursprünglichen Zeit kaum noch gehört werden. Über Projekte wie das Great 78 Project, das historische Schellackaufnahmen digitalisiert und öffentlich zugänglich macht, entstand daraus mit der Zeit ein immer tieferes Interesse an der Geschichte hinter diesen Aufnahmen.
Für Nova sind diese alten Platten keine Museumsstücke. Sie interessieren sie gerade deshalb, weil sie aus einer Zeit stammen, in der Musik noch stärker an konkrete Musiker, Räume und Aufnahmetechniken gebunden war. Die Beschäftigung mit diesem Material beeinflusst zunehmend auch ihren eigenen musikalischen Blick: Was einmal aufgenommen wurde, muss nicht unverändert in der Vergangenheit bleiben – manchmal lohnt es sich, vergessene Musik neu zu entdecken und ihr eine eigene Stimme zu geben.
Nova bleibt dabei bewusst eine Musikerin ohne großes öffentliches Bedürfnis nach Selbstdarstellung. Sie taucht in unterschiedlichen Projekten auf, verschwindet wieder und arbeitet weiter, wenn sie das Gefühl hat, dass eine musikalische Idee etwas zu erzählen hat. Genau diese Unabhängigkeit ist zu einem Teil ihrer künstlerischen Identität geworden.
„Arin Vox“
Arin Vox (48) ist Sänger, Bassist und Keyboarder und eine der prägenden Stimmen des Progressive-Rock-Projekts Geistwerk. Als Musiker bewegt er sich zwischen atmosphärischem Progressive Rock, kraftvollen Rockarrangements und experimentelleren Klangwelten. Seine Musik lebt weniger von einer bewusst aufgebauten Bühnenfigur als von der unmittelbaren Wirkung des Songs – Arin lässt die Musik für sich sprechen.
Seinen eigenen Stil entwickelte er über viele Jahre aus der Verbindung von kraftvollem Rockgesang und einer ausgeprägten Vorliebe für atmosphärische und progressive Musik. Dabei war für ihn nie entscheidend, einem bestimmten Genre zu entsprechen. Ihn interessiert vielmehr, was passiert, wenn ein Song zwischen Ruhe und Druck, Intimität und Ausbruch wechseln kann. Seine Stimme wurde dabei über die Jahre zu einem wichtigen Teil dieser Dynamik: zurückhaltend, wenn ein Stück Raum braucht, und mit voller Kraft, wenn die Musik nach vorne drängt.
Arin Vox steht für den menschlichen Impuls innerhalb von Projekt *Geistwerk*. Seine Performance verbindet die rohe Kraft des Rock mit der atmosphärischen Tiefe progressiver Musik. Mit seiner warmen, rauchigen Baritonstimme bewegt sich Arin zwischen intimer Erzählung und explosiver Rockenergie. Seine Stimme besitzt eine natürliche Tiefe und Präsenz, die von sanften, fast zerbrechlichen Momenten bis zu kraftvollen, emotional aufgeladenen Höhepunkten reicht.
Eine besondere Leidenschaft verbindet Arin mit alter analoger Studiotechnik und klassischen Synthesizern. Schon früh begann er, sich neben dem Bass auch mit Keyboards und elektronischer Klangerzeugung zu beschäftigen, weil ihn die Möglichkeit faszinierte, Klang nicht nur zu spielen, sondern selbst zu formen. Besonders interessieren ihn Geräte, deren Klang nicht vollständig berechenbar ist und die ihre eigenen Eigenheiten in eine Aufnahme einbringen. Für ihn liegt gerade darin ein Teil des Reizes: Ein Instrument muss nicht perfekt reproduzieren, was man ihm vorgibt, sondern darf selbst zum musikalischen Werkzeug werden.
Seine zweite große Leidenschaft gilt klassischen Science-Fiction-Romanen. Arin liest bevorzugt ältere Werke, die sich nicht allein mit technischen Zukunftsvisionen beschäftigen, sondern mit den Fragen dahinter: Was macht einen Menschen aus? Wo beginnt Bewusstsein? Und wie verändert sich unsere Vorstellung von uns selbst, wenn sich unsere eigenen Schöpfungen weiterentwickeln? Diese Themen begleiten ihn auch musikalisch und waren einer der Gründe, warum die konzeptionelle Welt von Geistwerk für ihn besonders interessant wurde.
Abseits von Musik und Technik ist Arin ein eher zurückhaltender Mensch. Er gehört nicht zu den Musikern, die ständig im Mittelpunkt stehen müssen. Seine Energie steckt vielmehr in der Musik selbst – und in der Überzeugung, dass ein guter Song keine große Erklärung braucht, wenn er etwas auslösen kann.
Nadezhda „Nara Valea“ Orlova
Nara Valea (Nadezhda Orlova, 31) ist eine vielseitige Session- und Gastmusikerin innerhalb des IronCoast-Universums. Mit ihrer klaren, warmen und zugleich sphärischen Stimme bewegt sie sich zwischen Progressive Rock, Ambient, Alternative und experimentellen Klanglandschaften.
Ihre Stimme verbindet eine außergewöhnliche Mischung aus Transparenz und Emotionalität. Der feine, fast schwebende Charakter ihrer Stimme steht dabei nie für Distanz, sondern für eine besondere Form von Nähe. Zwischen zerbrechlichen, intimen Momenten und kraftvollen, offenen Passagen entsteht eine Präsenz, die gleichzeitig modern und zeitlos wirkt.
Bekannt wurde Nara zunächst als eine der prägenden Stimmen des Progressive-Rock-Projekts *Geistwerk*. Dort verkörpert sie die Verbindung zwischen menschlicher Wahrnehmung und technologischer Entwicklung und bildet gemeinsam mit den anderen Stimmen des Projekts eine der zentralen musikalischen Säulen. Ihre Rolle reicht dabei von atmosphärischen Gesangspassagen über Duette bis hin zu den charakteristischen, fast schwebenden Momenten des Projekts.
Neben *Geistwerk* arbeitet Nara als Gast- und Sessionmusikerin an verschiedenen musikalischen Projekten mit. Im experimentellen Space-Rock-Projekt *The Inorbitants Project* übernimmt sie die Rolle der Erzählerin und führt als Stimme eines Crewmitglieds durch die Reise einer interstellaren Mission. Bei *Drunken Sailors* wurde ihre Stimme zunächst als atmosphärische Ergänzung eingesetzt, bevor sie später eine zentrale Rolle innerhalb der erzählerischen Welt des Projekts übernahm.
Nadezhda Orlova wurde in Deutschland geboren und wuchs als Tochter russischer Eltern zwischen unterschiedlichen kulturellen Einflüssen auf. So kam sie bereits früh mit klassischer Musik in Berührung. Ihre Eltern legten großen Wert auf eine musikalische Ausbildung, und so begann sie schon als Kind, Violine zu spielen. Was zunächst Teil ihrer Ausbildung war, blieb über die Jahre ein fester Bestandteil ihrer musikalischen Arbeit. Neben der Violine beschäftigt sie sich auch mit anderen Streichinstrumenten und setzt diese je nach musikalischem Kontext sowohl solistisch als auch im Ensemble ein.
Nara’s große Leidenschaften sind Astronomie und analoger Fotografie. Besonders fasziniert sie die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Beobachtung und persönlicher Wahrnehmung – die Frage, wie Menschen versuchen, ihre Umwelt zu verstehen, festzuhalten und Bedeutung in den Dingen um sich herum zu finden.
Mit ihrer ruhigen, neugierigen und offenen Art verkörpert Nara Valea weniger eine bestimmte Rolle als vielmehr eine Perspektive: den Blick auf die Welt zwischen Realität, Vorstellungskraft und den unzähligen Möglichkeiten menschlicher Kreativität.
„Leon Kael“ Kaczmarek
Leon Kael Kaczmarek (45) ist Sänger, Gitarrist und Multiinstrumentalist und eine der prägenden Stimmen des Progressive-Rock-Projekts *Geistwerk*. Neben der E-Gitarre spielt er unter anderem Schlagzeug und Cello und arbeitet innerhalb des Projekts häufig auch an musikalischen Arrangements und deren konzeptioneller Ausrichtung. Seine Musik bewegt sich zwischen atmosphärischem Progressive Rock, melancholischen Klanglandschaften und ausgedehnten Kompositionen, in denen sich einzelne musikalische Motive über lange Spannungsbögen entwickeln können.
Leon denkt Musik weniger in einzelnen Parts als in Zusammenhängen. Für ihn entsteht ein Stück aus dem Verhältnis von Melodie, Rhythmus, Dynamik und Atmosphäre – ähnlich wie verschiedene Elemente eines Raumes erst durch ihre Anordnung eine eigene Wirkung entfalten. Diese Herangehensweise prägt seine Arbeit ebenso wie seine Vorliebe für lange musikalische Formen, in denen sich Stimmungen langsam verändern und entwickeln können.
Innerhalb von *Geistwerk* bildet Leon die emotionale und musikalische Mitte des Projekts. Seine Stimme trägt die ruhigeren und melancholischeren Stücke, kann sich aber ebenso in weit ausladende progressive Arrangements einfügen. Anders als Arin sucht Leon dabei selten den unmittelbaren Ausbruch. Seine Stärke liegt in der Spannung, die zwischen den Tönen entsteht – in dem, was eine Stimme zurückhält, bevor sie sich öffnet.
Als Musiker ist Leon ein ausgesprochener Universalmusiker. Die verschiedenen Instrumente dienen ihm dabei weniger als Selbstzweck, sondern als unterschiedliche Möglichkeiten, musikalische Ideen auszudrücken. Gitarre, Schlagzeug und Cello haben für ihn jeweils ihre eigene Sprache und ihren eigenen Platz innerhalb eines Arrangements.
Er verbringt viel Zeit in der Natur und besitzt eine über die Jahre gewachsene Sammlung ungewöhnlicher und historischer Instrumente. Manche davon sind klassische Instrumente, andere stammen aus völlig unterschiedlichen musikalischen Traditionen. Für Leon liegt ihr Wert weniger im materiellen Besitz als in den Möglichkeiten, die jeder einzelne Klang für eine Komposition eröffnet.
Chris „Aramis“ Wood
Chris Wood (Christian Holzbacher, 36) ist Sänger und Multiinstrumentalist und gehört zum erweiterten Musikerensemble von *Drunken Sailors*. Ursprünglich vor allem als zusätzliche Stimme für die mehrstimmigen Chöre der Crew eingesetzt, bringt er mit seinem höheren, klareren Tenor eine andere Farbe in den ansonsten überwiegend tiefen und rauen Männergesang des Projekts. Neben dem Gesang arbeitet er vor allem mit akustischen Saiteninstrumenten und übernimmt bei Aufnahmen auch verschiedene instrumentale Aufgaben.
Seine besondere Leidenschaft gilt historischen Musikinstrumenten und den europäischen Klangwelten vergangener Jahrhunderte. Chris interessiert sich dafür, wie sich Musik verändert, wenn sie nicht auf modernen Instrumenten gespielt wird, und sucht gezielt nach Instrumenten, deren Klang sich nicht vollständig durch heutige Varianten ersetzen lässt. Besonders faszinieren ihn alte Zupf- und Saiteninstrumente, deren Eigenheiten er auch in zeitgenössischen Arrangements einsetzt.
Musikalisch bewegt sich Chris zwischen Folk, akustischem Rock und atmosphärischen Klanglandschaften. Seine Rolle bei *Drunken Sailors* beschränkt sich dabei nicht auf den Chorgesang: Wo ein ungewöhnliches Instrument oder eine zusätzliche akustische Klangfarbe benötigt wird, gehört er häufig zu den Musikern, die dafür die passende Lösung suchen.
Mit *Wisdom of Ashes* tritt eine andere Seite seines musikalischen Ausdrucks in den Vordergrund. Dort trägt seine helle, fragile Tenorstimme die melancholischen und atmosphärischen Kompositionen und steht deutlich stärker im Mittelpunkt als innerhalb des Ensembles von *Drunken Sailors*.
Chris beschäftigt sich seit Jahren mit der europäischen Kultur- und Musikgeschichte des 17. Jahrhunderts und interessiert sich dabei nicht nur für die großen Namen der Epoche, sondern auch für die Instrumente, Tänze und musikalischen Formen des damaligen Alltags.
Chris ist außerdem leidenschaftlich im LARP aktiv. Besonders reizt ihn dabei weniger das Rollenspiel selbst als die Möglichkeit, Geschichte über Kleidung, Handwerk, Musik und Alltagskultur unmittelbar erfahrbar zu machen.



































